Zum Kotzen – Uraufführung 15. Mai 2008

Buch und Regie: Sigrid Tschiedl Schuberttheater Wien

Wie wird man beliebt, erfolgreich, etwas Besonderes? Was ist eigentlich normal? Wie geht man mit Problemen um? Wohin mit den Gefühlen? Wie schützt man sich davor verletzt zu werden? Am Wichtigsten ist es erst einmal schlank zu sein, damit man beachtet wird, und das, was man sagt mehr „Gewicht“ hat. Aber mit den Diäten und der strengen Selbstdisziplin will es nicht immer klappen. Doch dann findet die 16-jährige Lilly eine Möglichkeit sich zu „erleichtern“ – Man kann Probleme nicht mit Essen lösen, aber vielleicht mit Kotzen? - die perfekte Lösung zur Selbstkontrolle, ein Ventil, mit dessen Hilfe man Druck und Aggressionen abbauen kann –scheinbar. Doch bald erkennt Lilly, dass man mit dem Kotzen nicht mehr so einfach aufhören kann…. „Zum Kotzen“ – ein Aufklärungsprojekt.

Bulimie bedeutet vor allem Widerspruch, Gegensatz: Essen – Erbrechen, voll – leer, Druck – Entspannung. Die Betroffenen leiden deswegen unter größten Schuldgefühlen.
Die Krankheit spielt sich im Verborgenen ab, sie ist das kleine, schmutzige Geheimnis, das niemand wissen darf, für das man sich schämt, vor dem man sich ekelt, wie man sich auch vor sich selbst ekelt. Dabei geht es nicht um Schuld. Es geht um Aufmerksamkeit, um das Wahrnehmen der Menschen, die einen unmittelbar umgeben. Die Probleme von Jugendlichen ernst zu nehmen, sich mit ihnen auseinanderzusetzen und Lösungswege aufzuzeigen sind erklärte Ziele dieser Theaterarbeit.

 

die nächsten Termine

Fotos siehe Bildergalerie

Zum Kotzen, das Theaterstück

Zum Kotzen, das Theaterstück